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FEB Aktuell
 News / Aktuelles
12.2009 Neue Mitglieder, neue Fördermitglieder und Stärkung der Anwendungstechnik

08.2009 Absatz 1. Halbjahr 2009 über Vorjahresniveau

11.2008 FEB: Vorstand wiedergewählt

06.2008 FEB gründet Arbeitsgruppe „Residential“

03.2008 FEB – Marktzahlen 2007: Trend zu hochwertigen Produkten

03.2008 FEB: Markus Deimling neues Mitglied der AG Marketing

01.2008 Gutachter widerspricht Öko-Test

01.2008 Elastische Bodenbeläge ökologisch top

10.2007 FEB: Kostenspirale belastet die Branche

06.2007 Neues Outfit im Internet

04.2007 Vorreiterrolle bei gesundheitlicher Bewertung

03.2007 Charakteristische Farben und Strukturen

01.2007 FEB begrüßt neues Mitglied

06.2006 Erdöl treibt Erzeugerpreise

05.2006 FEB mit neuem Logo

30.10.2007 Pressemeldung

FEB: Kostenspirale belastet die Branche

Kosten für Rohstoff und Energie explodieren – Engpässe beim Transport

Noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik sahen sich Industrie und Mittelstand derartigen Preiserhöhungen ausgesetzt. Sowohl in der Höhe der Steigerungen, als auch in der Regelmäßigkeit mit der sich das Kostenkarussell drehte.

Verursacher Nr. 1: Rohöl

Zwischen 1999 und 2006 hat sich der Ölpreis mehr als vervierfacht. Zum Winter 2006/2007 stellte sich ein gemäßigtes Niveau ein und Marktexperten prognostizierten für 2007 einen durchschnittlichen Rohölpreis von 50 bis 60 Dollar/Barrel.

Doch das erste Halbjahr 2007 zeigte einen soliden Aufwärtstrend, der einen Durchschnittspreis von über 65 Dollar/Barrel erwarten lässt. Das liegt 20 % über den kalkulierten und erwarteten Durchschnittskosten.










Rohöl-Durchschnittspreis 20 % über den Erwartungen

Zum Herbst startete dann die Preis-Rally mit Höchstmarken-Notierungen von über 80 Dollar/Barrel. Bei sinkenden Lagerbeständen, einer Reduzierung der Raffineriekapazität und wachsender Weltwirtschaft, wobei insbesondere China einen sprunghaft gestiegenen Bedarf an Rohöl hat, sind weiterhin hohe Preise zu erwarten. So hat z. B. das Beratungsunternehmen Goldmann Sachs seine Jahresend-Prognose für den Rohölpreis von 72 auf 85 Dollar je Barrel angehoben.


In der Kritik: Die Ölpreisbindung bei Gas

Erdgaspreise folgen mit einer Verzögerung von ca. 6 Monaten dem Ölpreisniveau. Das ist keine gesetzliche Bindung, sondern eine internationale, brancheninterne Vereinbarung aus den 1960er Jahren, die aktuell sehr kritisiert wird. Verbraucherschützer und EU wollen diese Bindung abschaffen, denn während Erhöhungen umgehend weitergegeben werden, geschieht das bei Senkungen kaum und meist verzögert.                       

Im Gegensatz zum Rohöl, bei dem der Weltmarkt die Preise gestaltet, stehen beim Gas die wenigen, nationalen Versorgungsunternehmen mit ihrer Preispolitik in der Kritik.

Die Preise sind zwischen 2000 und 2006 um ca. 50 % gestiegen. Er¬höhungen um 25 % innerhalb eines Jahres wurden umgesetzt (EON Hanse, Hamburg) und es steigt weiter: Ende September kündigten über 100 Versorger und Ende Oktober weitere 300 kleinere Versorger wieder Steigerungen um bis zu 10,6 % an.


Strom: Konkurrenzlos teuer

Mit großer Hoffnung wurde vor einigen Jahren der Strommarkt liberalisiert. Neue Anbieter kamen, die Preise purzelten – leider nur für kurze Zeit. Relativ niedrige Strompreise aus dem Jahr 1999 wurden durch die jährlichen Preiserhöhungen seit 2001 mehr als kompensiert. Und es geht weiter steil aufwärts. Den Markt beherrschen vier Großunternehmen und Strom ist in den letzten fünf Jahren um mehr als 30 % teurer geworden. Genau um 30,6 % für private Haushalte und 41,0 % für Sondervertragskunden.


Verknappung bei Holzmehl und Leinöl

Aufgrund der steigenden Nachfrage nach ökologischen Energieträgern, wie z.B. Biokraftstoffen oder Holzpellets für die Wärmegewinnung verteuern sich auch die Rohstoffe zur Herstellung von Linoleum deutlich. Flächen, die früher für den Flachsanbau, und damit für die Herstellung von Leinöl, verwendet wurden, werden zunehmend umgenutzt, um die Grundstoffe für Biokraftstoffe anzubauen. Holzmehl, ein maßgeblicher Bestandteil von Linoleum wird mehr und mehr zur Produktion von Pellets zur Energie- und Wärmegewinnung eingesetzt. Die Produktion von Pellets erhöhte sich von knapp über 100 Tt in 2004 auf den 13fachen Wert von über 1.300 Tt in 2007. Die dadurch entstandene Rohstoff-Verknappung führte zu einer Explosion der Kosten.

Zeit sinkender Preise ist vorbei

So lautet die Überschrift des „Logistikbarometers“ vom „SCI Verkehr“ (Brancheninsider und Spezialist im Mobilitätssektor). Die Geschäftslage in der Transport- und Logistikbranche ist so gut wie seit langem nicht. Die Kapazitäten sind ausgelastet und seit Monaten ist eine Frachtraumverknappung zu beobachten. Die Transportunternehmen glauben an eine weitere Verknappung und deshalb deutlich steigende Preise. Eine Studie des Kraftfahrtbundesamtes prognostiziert ein stark steigendes LKW-Aufkommen um 50 % bis zum Jahr 2015.

Begrenzung der Wochenarbeitszeit der LKW-Fahrer

Eine weitere Studie der Fraunhofer Arbeitsgruppe ATL (Arbeitsgruppe der Technologien der Logistikwirtschaft) beschreibt Mehrkosten von 9,4 % oder 4,7 Milliarden Euro pro Jahr. Die ATL nennt dafür als Hauptkostentreiber die Begrenzung der Wochenarbeitszeit von 56,5 auf 48 Stunden – ein Minus von 15 %.

Zusammen mit den weniger flexibel gestaltbaren Ruhezeiten führt dies dazu, dass die Zeitfenster, in denen die Fahrer arbeiten dürfen, immer weniger zu den Zeitfenstern in der Güterannahme und Verladung passen.

Erhöhung der Maut- und Dieselpreise

An Maut- und Dieselzuschläge auf den Speditionsrechnungen haben Auftraggeber sich in den letzten Jahren gewöhnen müssen. Doch seit Anfang September dreht das Preiskarussell mit neuem Schwung: Erhöhung der Mautgebühren um ca. 10 %. Im Gegenzug wurden zwar die Kraftfahrzeugsteuersätze gesenkt, aber kaum eine Spedition hat das an die Kunden weiter gegeben. Im Oktober stiegen dann die Dieselpreise auf eine neue Rekordmarke. Innerhalb einer Woche wurden die Preise zwei Mal um fünf Cent angehoben. Die Zeit sinkender Preise ist wohl wirklich vorbei.                                            

Wie können Industrie und Handel jahrelange Kostensteigerungen verkraften?

Da die Schere zwischen Kosten und den Durchschnitts-Erlösen immer noch weiter auseinander geht besteht Handlungsbedarf. Doch schon seit Jahren wird die Effizienz durch Rationalisierung und der ständigen Suche nach Synergieeffekten gesteigert. Dieses Potenzial ist sicherlich bald erschöpft.

Intelligente Logistikkonzepte müssen konzipiert, Produktforschung und -entwicklung forciert und Ressourcenschonung weiterhin praktiziert werden. Diese guten Ansätze, die von den FEB-Mitgliedsunternehmen auch schon verfolgt werden binden jedoch Kapital, das bei immer weiter sinkenden Gewinnmargen immer knapper wird. Doch, der Markt und insbesondere die Konsumenten haben ein Gefühl dafür entwickelt, dass alles teurer wird und sie werden das am ehesten bei guten Qualitätsprodukten mit hohem Nutzen akzeptieren können. Das sind bei elastischen Bodenbelägen natürlich an erster Stelle die hervorragenden Eigenschaften bei Reinigung- und Pflege und die Betrachtung der life-cycle-costs im Vergleich zu anderen Belägen.

Abbildungen zum download:

Hochauflösende eps printerfiles:
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Oelpreis_99-07.pdf (52 KB)
Strom_2007.pdf (52 KB)
Pellets_Prod.pdf (52 KB)



Für weitere Presse-Informationen
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Uwe Viebrock
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E    pr@wellcomm.biz

28.10.2007

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