11.06.2006 Pressemeldung
Beim erstmaligen Erreichen der 50 $ Marke je Barrel (159 Liter) im Herbst 2004 stimmten internationale Ökonomen noch optimistisch überein: „Der hohe Preis wird wieder sinken – Öl werde 2005 im Durchschnitt zwischen 30 $ und 35 $ kosten!“
Das ist lange überholt und das Lager der Optimisten verstummt. Das Angebot an Rohöl werde auch in nächster Zeit nicht mit der Nachfrage mithalten, prognostizieren verschiedene Experten. Begründet wird das u. a. mit dem anhaltenden Wirtschaftsboom im Milliarden-Einwohner-Staat China.
Normalerweise folgt einer steigenden Nachfrage die Ausweitung der Kapazitäten. Doch die Ölanbieter erinnern sich an die Ölkrise in den 70er Jahren. Danach wurden hohe Kapazitäten aufgebaut, die zu einem Überangebot und einem Verfall der Preise in den 80er Jahren führten. Jetzt agieren die Ölkonzerne deshalb vorsichtig und kalkulieren lieber langfristig mit höheren Preisen. Und weil es so geringe Förderkapazitäten gibt, ist der Markt anfällig für neue Preisausschläge.
Unsere Grafik zeigt einen Preis von ca. 10 $ je Barrel in 1999. Von 2000 bis Ende 2003 bewegte sich der Ölpreis dann in einem Korridor zwischen 20 $ und 30 $, bevor der Markt Anfang 2004 bis heute fast eine Verdoppelung der Rohstoffkosten erlebte.
Was bedeutet das für die Bodenbelagsindustrie, schließlich ist Erdöl eines der wichtigsten Rohstoffe für elastische Bodenbeläge?
Die gestiegenen Rohölpreise haben eine deutliche Verteuerung der Vorprodukte bewirkt. Betroffen sind alle Rohmaterialien, Gebinde, Transporte und Energiekosten. Die zweite Grafik zeigt die Preisentwicklung von PVC mit einer Steigerung von fast 50 % seit Anfang 2003.
Der Fachverband der elastischen Bodenbelagshersteller geht deshalb davon aus, dass seine Mitgliedsunternehmen darauf mit Preiserhöhungen reagieren müssen. Der erhebliche Anstieg kann nicht mehr, wie in der Vergangenheit, durch höhere Effizienz und Rationalisierung kompensiert werden.
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Erdöl treibt Erzeugerpreise
Der Ölpreis erreicht bisher nicht erahnte Rekordmarken, Kostenprognosen und -kalkulationen vieler Unternehmen und Verbraucher sind schneller überholt als jemals zuvor.Beim erstmaligen Erreichen der 50 $ Marke je Barrel (159 Liter) im Herbst 2004 stimmten internationale Ökonomen noch optimistisch überein: „Der hohe Preis wird wieder sinken – Öl werde 2005 im Durchschnitt zwischen 30 $ und 35 $ kosten!“
Das ist lange überholt und das Lager der Optimisten verstummt. Das Angebot an Rohöl werde auch in nächster Zeit nicht mit der Nachfrage mithalten, prognostizieren verschiedene Experten. Begründet wird das u. a. mit dem anhaltenden Wirtschaftsboom im Milliarden-Einwohner-Staat China.
Normalerweise folgt einer steigenden Nachfrage die Ausweitung der Kapazitäten. Doch die Ölanbieter erinnern sich an die Ölkrise in den 70er Jahren. Danach wurden hohe Kapazitäten aufgebaut, die zu einem Überangebot und einem Verfall der Preise in den 80er Jahren führten. Jetzt agieren die Ölkonzerne deshalb vorsichtig und kalkulieren lieber langfristig mit höheren Preisen. Und weil es so geringe Förderkapazitäten gibt, ist der Markt anfällig für neue Preisausschläge.
Ölpreis seit 1999 mehr als vervierfacht
Unsere Grafik zeigt einen Preis von ca. 10 $ je Barrel in 1999. Von 2000 bis Ende 2003 bewegte sich der Ölpreis dann in einem Korridor zwischen 20 $ und 30 $, bevor der Markt Anfang 2004 bis heute fast eine Verdoppelung der Rohstoffkosten erlebte.
Was bedeutet das für die Bodenbelagsindustrie, schließlich ist Erdöl eines der wichtigsten Rohstoffe für elastische Bodenbeläge?
Die gestiegenen Rohölpreise haben eine deutliche Verteuerung der Vorprodukte bewirkt. Betroffen sind alle Rohmaterialien, Gebinde, Transporte und Energiekosten. Die zweite Grafik zeigt die Preisentwicklung von PVC mit einer Steigerung von fast 50 % seit Anfang 2003. Der Fachverband der elastischen Bodenbelagshersteller geht deshalb davon aus, dass seine Mitgliedsunternehmen darauf mit Preiserhöhungen reagieren müssen. Der erhebliche Anstieg kann nicht mehr, wie in der Vergangenheit, durch höhere Effizienz und Rationalisierung kompensiert werden.
(Bitte Bilder anklicken für druckbare Versionen!)

